Weibliche D-Jugend gewinnt Kampf gegen Trier!

Ja „Kampf“, leider. Deshalb wird es diesmal länger und grundsätzlicher. (Frustabbau in Textform sozusagen). D-Jugend-Handball zählt laut DHB zum Kinderhandball; dort wird eine offensive Abwehr vorgeschrieben. Warum? Weil es „Angriffstypen, die Mut und Risikobereitschaft einbringen“ kreiert, und ein „ungezwungenes, freies und kreatives Spielen“ ermöglicht. „Zentrales Abwehrziel ist der Ballgewinn“!

Wie ist es dann möglich,

– dass ein solches Spiel nur 12:10 ausgeht, obwohl beide Mannschaften über technisch versierte und schnelle Spielerinnen verfügen?

– dass unsere ersten drei Treffer alle per Siebenmeter erzielt wurden?

– dass Mitte der ersten Halbzeit zwei meiner Spielerinnen weinend ausgewechselt werden

– dass ich einer Spielerin das 1 gegen 1 verbieten muss („Du tust dir nur weh!“)

– dass die Schiedsrichterin am Ende eines „Kinderhandballspiels“ gestresst ist?

Ganz einfach, weil der Gegner Prinzipien aus dem Aktiven-Handball in die D-Jugend überträgt, d.h.:

– Aufwärmprogramm wie bei den Aktiven, u.a. Schiebewettkämpfe (ballorientiert?)

– Stoppfouls an 10m, ständiges Klammern, auch ohne Ball

– Auslösehandlungen im Angriff („freies, kreatives Spiel?“)

Dann wird aus einem Spiel ein Kampf, gefühlt alle 10 Sekunden durch Freiwurfpfiffe unterbrochen… Ja, ich weiß, dass gehört auch zum Handball, aber nicht in dieser Altersklasse! Es war auch nicht wirklich unfair, sondern hart. Aber wozu Härte im Kinderhandball? Warum macht man so was? Nun, es bringt Erfolg, Trier hatte und hat noch Chancen aufs Final-Four, wenn man sieht, dass nur drei Spielerinnen dem älteren Jahrgang angehören, nächste Saison vielleicht noch mehr. Ich will auch nicht alles auf die Trierer abwälzen, der Artikel entsteht auch unter dem Eindruck unserer Spiele beim Jugend trainiert für Olympia-Turnier an der IGS Kastellaun, die ähnlich hart geführt wurden. Für mich ist das der falsche Weg.

Kurz zum Spiel: Warum wir nur 12 Tore geworfen haben, dürfte jetzt klar sein, aber warum Trier nur 10? Manchmal ist Handball dann (zum Glück) doch sehr simpel. Trotz ihrer Auslösehandlungen, mit denen sie unsere Abwehr vor allem in der 1. Halbzeit durcheinanderbrachten, scheiterten sie letztlich an unserer Torfrau Terhani. Kompliment an meine Mädels, die, zunächst von der Härte beeindruckt, letztlich klasse dagegenhielten.

Wir freuen uns auf unser nächstes Heimspiel gegen Schweich, die im Hinspiel auch Handball spielten. Ergebnis damals 23:23! Noch Fragen?

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