Männliche B2 verliert 28-29 gegen TuS Weibern

Diese Schlappe nimmt der Coach auf seine Kappe.

Eine Woche später als geplant empfing unsere männliche B2 am letzten Sonntag die Vertretung des TuS Weibern in der Sporthalle der IGS in Kastellaun. Die Verlegung kam auf Wunsch der Gäste zustande, die vor Wochenfrist keine spielfähige Mannschaft aufbieten konnten. Doch auch dieses Spiel konnte erst mit Verspätung durch die gut leitende Schiedsrichterin Karin Reuther angepfiffen werden, da die Gäste sowohl ihre Pässe als auch Trikots vergessen hatten.

Das Hinspiel hatten unsere Jungs nur eine Halbzeit lang annähernd ausgeglichen gestalten können, und am Ende eine deutliche 15:33-Niederlage quittieren müssen. Allerdings fehlten seinerzeit mit Edward Dick, Christian Doffing, Tobias Gabel, Kilian Kötz sowie Florian und Sebastian Kraft nicht weniger als 6 Spieler des Kaders. Da bis auf Tobias alle anderen Spieler dieses Mal an Bord waren, entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Den besseren Start erwischten die Gäste, die schon bald eine 4:1-Führung vorlegen konnten. Im Gegensatz zum Hinspiel, gelang es zwar unserer rechten Abwehrseite den wurfstarken Halblinken des TuS Weibern vollständig zu neutralisieren, sodass dieser nicht einen Treffer erzielen konnte. Dafür erwies sich  dieses Mal die linke Abwehrseite als weniger sattelfest und wurde ein ums andere Mal durch den wendigen Halbrechten der Gäste regelrecht düpiert.

Mit der Einwechslung von Kilian Kötz gewann die Abwehr dann aber deutlich an Stabilität und mit 6 Toren in Folge konnte nach einem 3:5 Rückstand eine eigene 8:5-Führung herausgeworfen werden. Dank der weiterhin guten Abwehrarbeit und eines an diesem Tag mal wieder überragenden Sebi Kraft, der nicht nur die Hälfte aller Treffer erzielen sondern auch immer wieder seine Nebenleute bestens in Szene setzen konnte, wuchs der Vorsprung beim 11:7 bis auf 4 Tore an. Die anschließende Auszeit der Gäste unterbrach unübersehbar den Lauf unserer Jungs und beim Spielstand von 14:14 war die Partie wieder völlig offen. Und als der Pausenpfiff ertönte, hatten die Gäste mit 16:15 erneut die Nase vorne.

Wenig vielversprechend verlief der Beginn der zweiten Spielhälfte, als die Gäste ihren Vorsprung sukzessive bis auf 4 Tore (18:22) ausbauen konnten. Neben dem Halbrechten war im Besonderen der groß gewachsene Kreisläufer des TuS Weibern  nie auszuschalten und kam immer wieder zu freien Würfen.

Doch ähnlich wie die deutsche Handballnationalmannschaft bei der EM, ließen sich auch die Jungs aus Burg- und Kreisstadt nicht abschütteln und packten nun noch energischer in der Abwehr zu. Mit dieser geradezu vorbildlichen Einstellung kämpfte sich die Mannschaft nicht nur wieder heran, sondern konnte ihrerseits sogar mit zwei Toren in Führung (27:25) gehen. Doch anstatt nun in Überzahl den Vorsprung weiter auszubauen, wurden klare Chancen vergeben oder unterliefen dumme Abspielfehler, die der Gegner zu einfachen Toren nutzen konnte. So brachten sich die Jungs zum Bedauern aller anwesenden Fans der HSG um ihren verdienten Lohn und verloren diese Begegnung unglücklich mit 28:29. Das war wirklich mehr als Schade.

Sicher gab es mehrere Gründe für diese eigentlich unnötige Niederlage. So hatten im Besonderen einige unserer Rückraumspieler gewiss nicht ihren besten Tag. Dennoch nimmt der Coach, wie einleitend geschrieben, diese Niederlage auf seine Kappe. Zum Einen hätte er in der Abwehr eine weitere Umstellung vornehmen müssen, um die Kreise des Halbrechten weiter einzuschränken. Zum Anderen hätte er ca. 15 Sekunden vor Spielende eine Auszeit nehmen müssen, um den letzten Angriff in Form eines Spielzugs vorzutragen, um wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen.

Nun gut, bekanntermaßen dienen Fehler dazu, um daraus zu lernen. Ob Team und Trainer dazu in der Lage sind, können sie evtl. bereits am 14. Februar im Heimspiel gegen die JSG aus Trier und Igel beweisen. Deren Mannschaft ist nicht nur ähnlich stark, wie der TuS Weibern einzuschätzen sondern hat uns im Hinspiel mit einer noch deutlicheren Packung nach Hause geschickt. Aber auch damals fehlten die eingangs genannten Leistungsträger, weshalb der Ausgang der Partie als völlig offen angesehen werden darf.

Es spielten: A.Denner, E.Dick (1), C.Doffing (1), N.Freiwald, K.Kötz (1), F.Kraft (4), S.Kraft (14), M.Lahm (TW), J.Liesenfeld (5), F.Luth (TW), F.Schätzchen (1), D.Schiebe (1), J.Schneider

Bericht: Harald Eckstein

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