Herren 1 gewinnt in Saulheim 28-25!

Der untenstehende Artikel ist heute, Montag, 26. Sept. in der Allgemeinen Zeitung Mainz erschienen, die uns freundlicherweise  erlaubt, den Artikel auf unsere Homepage zu setzen! Der Autor der Artikels ist Torben Schröder; der zuständige Sportredakteur ist Roland Hessel. Danke an beide für ihr Entgegenkommen!!!

Saulheim. Wenn die 25:28 (10:14)-Niederlage der SG Saulheim gegen die HSG Kastellaun/Simmern eins ist, dann ist sie vor allem: zu knapp. Bis auf acht Tore waren die Gäste nach 40 Minuten enteilt, ehe ihnen zusehends die Kräfte ausgingen, sodass die Saulheimer Oberliga-Handballer noch einmal Morgenluft witterten. Zweieinhalb Minuten waren noch zu gehen, Torsten Schmitt hatte gerade auf 24:26 verkürzt und stand nun vor dem Anschlusstor, doch diesmal witterte Gäste-Keeper Mario Percin den Heber des Linksaußen, parierte und nach dem HSG-Treffer im Gegenzug war die Partie gelaufen.
„Es wäre auch nicht verdient gewesen“, gestand Rainer Sommer unumwunden ein, „wir haben eine unterirdische erste Halbzeit gespielt. Das war viel zu statisch und ohne Kampf. Hinten hatten wir keinen Zugriff und vorne keinen Drive Richtung Tor.“ Der Saulheimer Trainer ließ kein gutes Haar am Auftritt seiner Mannschaft. „Ich habe in der Halbzeit gesagt, wir können vielleicht schlecht spielen, aber nicht schlecht kämpfen, das kann nicht sein. Wenn ich nur in den letzten fünf Minuten wach werde, kann ich nicht hoffen, ein Spiel zu drehen.“ Der Plan, den gegnerischen Innenblock auseinanderzuziehen, ging überhaupt nicht auf. Eine ganze Reihe technische Fehler, unsaubere Pässe schon im Aufbau, statisches Spiel im Angriff und eine Vielzahl halbherziger, ja fast schon verzweifelter Abschlüsse waren leichte Beute für die Gäste, die wahrlich auch nicht die Sterne vom Himmel spielten, sondern einfach das machten, was notwendig war. „Nicht sie haben das Spiel gewonnen, wir haben es verloren“, grämt sich Sommer, „von denen war jeder heute bissiger als sein Gegenspieler.“
2:2 stand es nach elf Minuten, wobei es an Versuchen wahrlich nicht mangelte. Die Saulheimer legten eine gewaltige Streuung an den Tag und schafften es über drei Viertel des Spiels nicht, nachhaltig Druck auf die HSG-Deckung aufzubauen. Schon nach einer Viertelstunde nahm Sommer seine erste Auszeit, probierte im Innenblock erst die Kombination Bodo Bach/Roman Walldorf, dann Bach mit Max Schaaf, dann Walldorf mit Mathias Konrad, ging von der 6:0-Variante in offensivere Abwehrformationen über – nichts griff wirklich. Auch die Pausenansprache verpuffte jäh, weil zur schwachen Leistung auch das Pech hinzukam: Thomas Sterkers Ball traf Latte und Linie, wollte aber nicht rein (31.), Konrad erwischte einen langen Gegenstoß-Pass, aber der Ball fiel genau in die Hände von Torschütze Jannik Dämgen (35.). „Wir hatten nach der Pause ja die freien Würfe, um ranzukommen“, schilderte Sommer. Stattdessen zog der Gegner auf acht Treffer weg, und schon nach sechs Minuten war die nächste Auszeit fällig.
Immerhin, ab Minute 42, als eine doppelte Unterzahl mit 1:1 Toren überstanden war, knabberte die SG sich heran – mehrmals vom starken Florian Hedderich im Tor noch in der Partie gehalten. Als Schmitt sich den Ball klaute und auf 22:25 verkürzt e(54.), war die Halle da, doch prompt sah Bach eine diskutable Zwei-Minuten-Strafe. „So ein Simulant“, konnte sich der Abwehrrecke mit Blick auf Gegenspieler Andrius Zigelis gar nicht mehr beruhigen. Hedderich hielt einen Siebenmeter, Tim Beismann wuchtete sich zum 23:25 durch (56.). Doch das Aufbäumen kam zu spät, auch weil ganz am Ende die Fehlerquote vorne wieder dramatisch anstieg. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen“, resümierte Sommer, „wir haben viel zu viele individuelle Fehler gemacht.“ Angesichts der Personallage „musst du auf der Platte die Zähne fletschen, aber das haben einige nicht kapiert“.
SG Saulheim: Hedderich, Brose; Schaaf (2), Walldorf (1), Schneider, Kreisel (2), Bach, Werber (2), Konrad (4), Beismann (2), Schmitt (5), Sterker (7/3).
Spielfilm: 4:4 (14.), 4:9 (17.), 10:14 (30.), 10:17 (33.), 13:21 (42.), 17:22 (46.), 23:25 (56.), 24:27 (58.), 25:28.

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