Männliche E-Jugend Saison HSG Kastellaun-Simmern 2017/18

Und zum Abendessen eine Hallenwurst…

„Humba humba tätärä“ tönte es, noch nicht mit völliger Inbrunst, aus der Kabine der Männer in spe der männlichen E-Jugend. Da war gerade das vorletzte Heimspiel erfolgreich beendet und die Tabellenführung nicht mehr zu nehmen. 

Der verhaltene Jubel macht die Mannschaft umso sympathischer. Man hat den Eindruck, daß es den Jungs wirklich um das Spiel geht, die Bewegung, den Abbau von im Überfluss vorhandener Energie als Gemeinschaftserlebnis mit den Mannschaftskameraden. Um eine gute Zeit im besten Sinne. 

Die Bedeutung des Siegens wird wohl mit zunehmendem Alter in den Vordergrund rücken. Es bleibt zu hoffen, daß die Verbissenheit, die dadurch gefördert wird und oft auch bei zuschauenden Angehörigen zu beobachten ist, noch lange eine untergeordnete Rolle spielt. 

Diesbezüglich gibt es allen Grund, optimistisch zu sein. So haben sich die Eltern als stets zurückhaltende und faire Zuschauer erwiesen. 

Noch wichtiger erscheint die Rolle der Trainerin bzw. der Trainer. Es sei an dieser Stelle ein großes Lob ausgesprochen an Petra Kötz, Luca Priestersbach und Danny Fellenzer. Danke für Eure Zeit und Eure Geduld. Die Energie der Jungs in Bahnen zu lenken, zu koordinieren, erscheint teils schwieriger als die Aufgabe des Sisyphos. Zumal teilweise fast enthemmt pubertierendes Verhalten zu beobachten war. 

Abschließend folgen Anmerkungen bzw. Gedanken zu unserem Verein, der HSG Kastellaun-Simmern. Möglicherweise sind diese für Nicht-HSGler schwer nachvollziehbar. 

Man stelle sich einen Hallentag an einem beliebigen Wochenende in familiärer Atmosphäre in der IGS-Halle Kastellaun vor. Es beginnt mit Jugendspielen gefolgt von Seniorenmannschaften. Eine Horde Kinder und Jugendlicher führt am Spielfeldrand und in den Pausen auf dem Spielfeld ganz unbeabsichtigt ein mehrstündiges Intervalltraining durch, unterbrochen nur durch die Aufnahme von Kuchen, Apfelschorle und Fanta. Man fühlt sich am richtigen Platz, vergisst die Zeit und läßt die Seele baumeln. Viele Erwachsene sind umgeben von Menschen, die sie bereits aus der E-Jugend kennen, oft sogar dem Trainer Gerhard. Und zum Abendessen gibt es die leckerste Hallenwurst der Welt. 

Ermöglicht wird dies durch die zahlreichen Freiwilligen (die Schiedsrichter, die Kassierer, die Eltern, die für die Bewirtung Zuständigen, um nur einige zu nennen). Dafür ebenfalls ein großer Dank. 

An die Jungs aus der männlichen E-Jugend 2017/18 ergeht die Bitte, dem Handball treu zu bleiben  (Eishockey erlebt nur einem kurze Renaissance, Fußball ist indiskutabel und Tennis verdirbt den Charakter). 

Bleibt weiter fair und gebt Euer Bestes!

Vielleicht könnt Ihr dann im Jahr 2054 mit Euren Kindern und Freunden, die Ihr schon aus der E-Jugend kennt, in familiärer Atmosphäre eine Hallenwurst genießen.