Dramatische Schlussminuten bringen wenigstens einen Punkt gegen den TuS Daun!

Nach der deutlichen Klatsche im Westerwald gegen Bannberscheid wollten wir im Heimspiel gegen den TuS Daun wieder zurück in die Spur kommen. Personell sah es zwar ganz gut aus, aber die Trainingssituation bleibt unbefriedigend. Durch Schule, Ausbildung, Studium und Beruf können wir mittwochs oft nur mit dem halben Kader trainieren. Hinzu kam, dass der Trainer diese Woche krankheitsbedingt pausieren musste.

Der 3:0-Start zeigte jedoch, dass die Mannschaft gewillt war gegen diese schlechten Vorzeichen anzukämpfen. Dass Daun aber in der Folge ausgleichen konnte, zeigte aber auch, dass sie keine Laufkundschaft sind. Das Spiel verlief dann weiter in Wellenform. Wir gingen 10:7 in Führung, kassierten vier Minuten später aber wieder den Ausgleich. Die Abwehr zeigte sich zwar taktisch gefestigter und es gelangen auch etliche Ballgewinne. Doch fehlte die Konsequenz in der Vorwärtsbewegung, um daraus Kapital zu schlagen. Außerdem nutze Daun immer wieder individuelle Fehler aus, so dass sich auch in der zweiten Hälfte ein enges Spiel entwickelte, aber mit zunehmendem Momentum für den Gast. Uns fehlt eben die Eingespieltheit der Vorsaison, so dass vieles Stückwerk blieb. Da auch die Abwehr immer weniger Zugriff auf den Gegner fand, ging Daun 10 Minuten vor Spielende dann erstmals in Führung. Vier Minuten vor Spielende stand es dann 26:28. Mit einer Manndeckung gegen Jana Clever, die stärkste Dauer Angreiferin, und entschlossenen Aktionen auf den Halbpositionen sollte nach einer Auszeit versucht werden, das Spiel noch einmal zu wenden.

Die dramatischen Schlussminuten eines hin und her wogenden Spiels waren eingeläutet. Melanie Emmerich sorgte mit den geforderten 1:1-Situationen für Tore, bzw. Siebenmeter, und konnte damit das Publikum und den Kampfgeist der Mitspielerinnen wecken. Plötzlich war wieder alles möglich, als in der letzten Spielminute beim Stand von 29:29 ein Tempogegenstoss eingeleitet wurde. Doch ein Schrittfehler machte die Hoffnung auf den Sieg zunichte. Ballbesitz Daun, Auszeit, 30 Sekunden auf der Uhr. Die Deckung kämpft, Daun bekommt aber Jana Clever in der letzten Sekunde in Wurfposition. Pfostenknaller. Abpfiff. Gemischte Gefühle. Letztendlich konnten wir in einem verloren geglaubten Spiel noch einen Punkt erreichen. Die Konstanz über 60 Minuten fehlt uns aus bekannten Gründen in dieser Saison, aber charakterlich hat die Mannschaft wieder überzeugt, was gedämpften Optimismus für den Rest der Hinrunde zulässt.