Mühsam ernährt sich das Krokodil!

Punkt für Punkt erarbeitet sich die 1. Herrenmannschaft der HSG Kastellaun/Simmern Abstand zu dem – „gefährlichen“ – Platz 14 in der Tabelle der RPS-Oberliga. Dieser Tabellenrang könnte den Abstieg in die Rheinlandliga bedeuten, falls der Tabellenführer der RPS-Liga, der TV Hochdorf, nicht den Aufstieg in die 3. Liga erreicht.

Daher war HSG-Coach Dobardzijev vorigen Samstag mit dem 31-31 gegen den TV Offenbach auch nicht unzufrieden. Duplizität der Ereignisse: wie schon zwei Wochen vorher beim 27-27-Unentschieden gegen den TV Saulheim hatte die HSG 15 Sekunden vor Spielende Ballbesitz und hätte noch den Siegtreffer erzielen können. Allerdings gelang der angesagte Spielzug nicht und die Gäste kamen noch einmal in Ballbesitz, konnten jedoch auch nicht den Siegtreffer erzielen, womit es dann zur Punkteteilung kam.

Vorher hatten die über 200 Zuschauer ein lebhaftes und spannendes Oberligaspiel von beiden Mannschaften erlebt. Die Anfangsphase gehörte den Krokodilen aus dem Hunsrück, die nach 22 Minuten mit 12-9 führten und es dann bei doppelter Überzahl versäumten, ihren Vorsprung auszubauen. Der Aufsteiger aus Offenbach nutzte die Unkonzentriertheit der Gastgeber und verkürzte zur Halbzeit auf 15-14. Der Auftakt der zweiten Halbzeit gehörte dann den Gästen aus der Pfalz, die in der 40. Minute sogar mit vier Toren in Front lagen. Dann war wieder die HSG am „Drücker“ und verkürzte den Abstand . Vor allem Andrius Zigelis war mit fast jeden Wurf erfolgreich und erzielte insgesamt 15 Treffer!

Mit dem Unentschieden liegt das Dobardzijev-Team vier Spieltage vor Saisonende zwei Punkte vor dem HV Vallendar und trifft am heutigen Freitag, 5. April, um 20.30 Uhr in Mülheim-Kärlich auf den TV 05 Mülheim, der mit 26-26-Punkten Platz 9 belegt. Im Hinspiel gab es einen 36-28-Sieg der Krokodile gegen Mülheim, die vermutlich heute Abend auf Wiedergutmachung aus sein werden. Falls der HSG dann doch der nächste Auswärtssieg gelänge, könnten im Hunsrück die Weichen für die nächste Saison in der RPS-Liga gestellt werden und die Wege für interessierte Zweit- und Drittligaspieler geebnet und so die Abgänge von Henrik Walb und Mehmet Süngü kompensiert werden!